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Richtig prompten im Unternehmen mit RAG statt ChatGPT

Warum richtig prompten im Unternehmen anders ist als bei ChatGPT

Warum „richtig prompten“ im Unternehmen
anders ist als bei ChatGPT

„Frag doch einfach ChatGPT.“
Ein Satz, der immer häufiger fällt. Doch im Unternehmenskontext greift er oft zu kurz. Denn: Interne KI ist nicht gleich öffentliche KI. Und genau deshalb ist auch das Prompting ein anderes.

Warum Unternehmen nicht direkt mit einem KI-Modell chatten

Während ChatGPT auf allgemeines Weltwissen zugreift, arbeiten Unternehmen in der Regel mit einer Retrieval-Augmented-Generation (RAG). Das bedeutet: Die KI sucht in internen Quellen und generiert Antworten auf Basis dieses Kontextes – statt auf Basis „Internetwissen“.
  • Interne Datenquellen werden angebunden (z. B. Server, SharePoint, E-Mails, DMS/ERP etc.)
  • Relevante Inhalte werden abgerufen („retrieval“)
  • Darauf basierend wird eine Antwort generiert („generation“)
Der Vorteil: In einer RAG-Architektur kann eine Unternehmens-KI deutlich verlässlicher arbeiten – inklusive Quellenbezug und unter Berücksichtigung von Zugriffsrechten. Mehr Hintergrund zur ONTIV AI und dem RAG-Ansatz finden Sie hier: ai.ontiv.com und ontiv.com/ontiv-ai.

Der entscheidende Unterschied: Kontext schlägt Kreativität

Bei generativer KI genügt oft eine kreative Frage wie:
„Erstelle mir einen Marketingplan.“
Im Unternehmen reicht das nicht. Hier muss der Prompt präzise steuern:
  • Welche internen Quellen berücksichtigt werden sollen
  • Welcher Zeitraum oder welches Projekt relevant ist
  • Welche Zielgruppe/Abteilung betroffen ist
  • Wie die Antwort strukturiert sein soll (Stichpunkte, Tabelle, Max.-Länge)
  • Ob Quellen/Fundstellen ausgegeben werden müssen
Merksatz: RAG-KI reagiert auf Klarheit – nicht auf Kreativität.

Der System-Prompt: Das unsichtbare Regelwerk im Hintergrund

In Unternehmenslösungen arbeitet die KI mit einem sogenannten System-Prompt. Dieser legt fest, wie die KI sich verhalten soll – z. B. „nur auf Basis interner Quellen antworten“, „Quellen nennen“, „Zugriffsrechte beachten“ und „bei Unsicherheit Rückfragen stellen“.
  • Antworte nur auf Basis interner Daten
  • Beachte bestehende Zugriffsrechte
  • Nenne Quellen oder Fundstellen
  • Sage „ich weiß es nicht“, wenn keine Information vorhanden ist
Genau dieser Ansatz (keine WWW-Anbindung, kontrollierter Zugriff, verlässliche Antworten) ist ein Kernprinzip von ONTIV AI. Details dazu: Plattform-Übersicht.

Die häufigsten Fehler beim Prompting im Unternehmen

1. Zu vage formulieren

„Gib mir Infos zum Audit.“
Was genau? Welche Norm? Welcher Zeitraum? Welche Abteilung? Besser: „Welche Dokumente enthalten Informationen zur ISO 9001 Auditvorbereitung 2023? Liste Dateinamen und Fundstellen.“

2. Kein klares Ziel definieren

Viele Prompts beschreiben ein Thema – aber kein Ergebnis. RAG-Systeme brauchen ein Ziel:
  • zusammenfassen
  • vergleichen
  • analysieren
  • Maßnahmen ableiten

3. Kein Ausgabeformat festlegen

Ohne Struktur entsteht eine lange Antwort – aber keine handlungsfähige Information.
„Liste Aufgaben, Verantwortliche und Fristen tabellarisch auf.“

4. Zu viel auf einmal

Wenn ein Prompt mehrere Themen und Ziele mischt, wird das Retrieval unscharf – und die Antwort unpräzise. Besser: Erst Quellen finden → dann verdichten → dann Maßnahmen ableiten.

5. Keine Quellen anfordern

In Unternehmen ist „klingt plausibel“ zu wenig. Ohne Quellen sinken Vertrauen und Akzeptanz. Besser: „…und nenne die Quelle/Fundstelle der Informationen.“

Warum gutes Prompting über Akzeptanz entscheidet

In Unternehmen zählt nicht nur die Antwort – sondern Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Wenn eine KI klare Quellen nennt, Zugriffe respektiert und Unsicherheit transparent macht, entsteht Vertrauen. Genau das ist das Ziel einer firmeneigenen KI mit RAG-Ansatz. (Mehr dazu: Ihr firmeneigener AI-Chatbot.)

3 Best Practices für erfolgreiche Prompts

Best Practice 1: Ziel → Kontext → Aufgabe → Format → Quellen

Strukturierte Prompts liefern strukturierte Ergebnisse.
„Ziel: Entscheidungsvorlage. Kontext: Projekt X (Q3/2025). Aufgabe: Risiken & Maßnahmen. Format: 7 Bulletpoints. Quellen/Fundstellen bitte nennen.“

Best Practice 2: Rolle definieren

Definieren Sie den Blickwinkel – das schärft das Ergebnis:
  • „Antworte als QM-Auditor“
  • „Antworte als Projektleiter“
  • „Antworte aus Sicht des Controllings“

Best Practice 3: Iterativ arbeiten

Erst relevante Dokumente identifizieren, dann nur die Top-Treffer verdichten und daraus Entscheidungen ableiten. Gute Prompts entstehen selten beim ersten Versuch – sie entwickeln sich.

Praxis-Tipp: Prompt-Vorlagen nutzen statt jedes Mal neu beginnen

Wenn Teams regelmäßig ähnliche Fragen stellen (Onboarding, Audits, Projekterfahrungen, Meeting-Protokolle), lohnt es sich, mit Prompt-Vorlagen zu arbeiten. Passende Beispiele finden Sie in unserer Prompting-Infobroschüre: „ONTIV AI – Richtig prompten“ (PDF) (Link ggf. auf Ihrer Website/Downloads hinterlegen)

Fazit: Prompting ist kein Nebenthema – sondern ein Produktivitätshebel

Im Unternehmenskontext bedeutet „richtig prompten“:
  • klar denken
  • konkret formulieren
  • Ziele definieren
  • Ergebnisse strukturieren
  • Quellen einfordern
Nicht:
„Was weiß die KI?“
Sondern:
„Wie stelle ich die Frage so, dass ich die richtige, belegbare Antwort bekomme?“
Live-Demo / Beratung: Wenn Sie sehen möchten, wie ONTIV AI interne Quellen sicher verknüpft und Antworten mit Kontext liefert, vereinbaren Sie einen kurzen Termin: ai.ontiv.com/kontakt

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